AETHERIA/AOW Lore & Design Deutsch

Linguistik & Geheimsprachen

Dieses Kapitel beschreibt »Linguistik & Geheimsprachen« in {{Antares Open World}}: das Antares Information Interchange System mit 12 Subsystemen steuert Kommunikationskanäle der verborgenen Mächte, Steganographie und Kryptographie, Geheimsprachen und Chiffren, Zahlensender und den Lincolnshire Poacher, antike polyphone Fernmeldesysteme und die Ubuntu-Steinbauten Südafrikas.


Linguistik & Geheimsprachen

Es wird Zeit, die am Eingang erwähnte Affinität zum Metagaming tiefgründig auszubauen. Inspiriert aus dem realen Zeitgeschehen unserer Geschichte und der Neuzeit, werde ich dem Kalkül der durch den Spieler {{Antarien}}s selbst schreibenden Geschichten, ihnen mächtige Instrumente für die Verwirklichung ihrer Strategien mit auf den Weg geben.


Antares Information Interchange System

43/COC — Channels of Communication Control Unit

43/ELC — Evolutionary Linguistics Control Subsystem

43/CLF — Cipher Language Framework Subsystem

43/SCC — Speed Condition Control Subsystem

43/CCC — Code Condition Control Subsystem

43/SCC — Security Condition Control Subsystem

43/MCF — Meta Communication Framework Subsystem

43/CF — Cryptography Framework Subsystem

43/SF — Stenography Framework Subsystem

43/JC — Jammer Control Framework Subsystem

43/NSBC — Numbers Station Broadcast Control Subsystem

43/CCF — Codebook Chiffren Framework Subsystem

Abbildung 43.1: Core Engine Modul — Antares Information Interchange System: Kommunikationskanäle & Informationsaustausch


43.1 — Kommunikationskanäle der verborgenen Mächte

Aber gehen wir zuerst einen Schritt zurück und sondieren die übliche Lage in hiesigen MMOs. Dabei spielt die klassische Kommunikation eine essentielle Bedeutung und Textfenster mit Chats füllen dabei jeden Screenshot in nahezu jedem Spiel. Dabei frage ich mich, wie ein Spiel im mittelalterlichen Setup hätte in Echtzeit kommunizieren sollen? Die klassische Telegrafie war noch lange nicht erfunden. Textfenster sind bequem einfach in Spielen zu etablieren, man muss sich über die »Spielarten der Kommunikation« kaum Gedanken auf der Basis machen. Zudem öffnen sie jedweder Form von »Spammern« Tür und Tor, ihre gedanklichen Ergüsse, als »Goldseller«, »Griefer« oder »Hater«, auf die erschaffenen Welten postulieren zu können. Eine Immersion ist so kaum bis überhaupt nicht möglich. Ungeachtet dessen, wird durch den Spieler immer der geringste Widerstand bei der Umsetzung von Intentionen gegangen. Bedeutet, warum soll ich aufwändig installierte Mechanismen nutzen, wenn ich doch meine Waren simpel über einen globalen Chat im Spiel verkaufen könnte? Wir wollen aber ein Spiel mit Tiefgang und komplexen Möglichkeiten erschaffen, daher passt das Konzept von Textchats nicht in {{Antares Open World}}.

Wie kann dann ein Spiel so globale und komplexe Kanäle der Kommunikation und deren Flüsse erschaffen? Grundsätzlich bedienen wir uns hier der bereits angesprochenen Mechanismen aus der Kernkompetenz Soziales Gefüge & Kommunikation. Es gilt nun der Etablierung authentisch dem AOW-Konzept treue und passende Kanäle zu installieren. Gerade in Hinblick auf das Metagaming, der düsteren und dunklen Welt {{Antarien}}s, der geheimen Machenschaften elitärer Kreise, müssen wir über die von »Schattenmächten« und »Geheimbünden« geprägten antarianischen Welt mit tiefer Immersion nachkommen und gerecht werden.

Globale Kommunikation als Machtinstrument

Die »globale Kommunikation« soll eines der wesentlichen zu erspielenden »Machtinstrumente« werden. Dabei spielt das erlangte Wissen, die »Authentizität der Quellen«, die entscheidende Rolle. Schnelle gesicherte, verschlüsselte und als authent qualifizierte Kommunikation ist daher der essentielle Baustein, der {{Antarien}} zu einer paranoiden, misstrauischen, fast schizophrenen, in Verschwörung verstrickten und geprägten Welt machen wird.

Von Verfolgungsängsten und Verfolgungswahn geprägte Charaktere werden die Abgründigkeit {{Antarien}}s durch verzerrte Wahrnehmungen der situierten Umgebung in Richtung einer feindseligen Haltung ihrer selbst gegenüber untermalen. Die Folgen werden durch »Reverse etablierte Entscheiderkriterien«, in Form von ängstlichem oder aggressivem Misstrauen, bis hin zur Überzeugung von Verschwörungstheorien anderer gegen sich, in extrem bösartig verfolgenden spielerischen Wahrnehmungen stilistisch über das Game Design ausgeprägt werden. Der Reiz wieder in die Welt {{Antarien}}s einzutreten, und im Glauben als »Entscheider {{Antarien}}s« und nicht als »Marionette der Macht« unwissend zu agieren, wird diesen Spielarten der Kommunikation den entscheidenden »Cui-Bono«-Effekt verleihen. Zudem wird ein Entzug, sich aus dem Bann befreien zu wollen, durch das Zeitalter von Smartphones und globaler medialer Vernetzung, die Affinität durch Sendung ständiger »Telemetriedaten« der hier eigens erschaffenen und konstruierten Welt, die Immersion noch realistischer konstatieren. API-Schnittstellen der Kommunikation zu Jabber, Chaträumen, Facebook, Twitter, Instagram & Co werden auch weitreichende Metagaming-Ausbreitungen außerhalb von {{Antarien}} initiieren und vernetzt etablieren.

Steganographie, Kryptographie & Geheimsprachen

Um nun gleich konkret zu werden, benötigen wir aber noch ein kleines typisch geprägtes »Infiltrationsszenario« einer kontrahierenden Gruppierung. Nehmen wir an, ein Geheimbund möchte mit seinen »Infiltratoren« vgl. Agenten in feindlichen Gebieten korrespondieren, so benötigen solche Operationen nun entsprechende Kommunikationskanäle. Kanäle, welche zum einen abhörsicher sind, zum anderen aber auch schnell Informationen zum Beispiel bei Gefahr transportieren können. Dabei werden wir sichere und unsichere Kanäle der Kommunikation etablieren. So wie bei der Dedizierung der Berufe, folgt das Konzept auch hier, dem Einsatzweck bestimmend, der Wahl des vorteilhaften Kanals. So können bestimmte Kanäle durch Einsatz von »Steganographie« und »Kryptographie« entsprechende Informationen gegenüber Dritten verborgen werden. Die Information so bei einer Betrachtung des Trägermediums durch den Kontrahenten keinen Verdacht geschöpft werden kann.

»Die Steganographie (auch: Steganografie) ist die Kunst oder Wissenschaft der verborgenen Speicherung oder Übermittlung von Informationen in einem Trägermedium (Container). Das Wort lässt sich auf die altgriechischen Bestandteile steganos »bedeckt« und graphein »schreiben« zurückführen, bedeutet also wörtlich »bedeckt schreiben« bzw. »geheimes Schreiben«.« [Gil02]

»Kryptographie bzw. Kryptografie (altgr. kryptos »verborgen«, »geheim« und graphein »schreiben«) war ursprünglich die Wissenschaft der Verschlüsselung von Informationen.« [Vul02]

Da wir wie oben bereits beschrieben keine klassischen Chatsysteme in {{Antarien}} etablieren werden, bedienen wir uns mit seit der Antike zum Teil bekannten Mechanismen, wie »Geheimsprachen«, »Numerologien«, »Nomenklaturen«, »Chiffren«, »polyalphabetischer und polyphoner Substitution«, »One-Time-Pad«-Techniken, optische Telegrafie und »Zahlensendern mit ihren Jammern zur Vereitelung«. Dieses Repertoire in seiner Umsetzung finden wir in »Tattoos« zum Beispiel auf der Kopfhaut, in Verschleierung durch das Nachwachsen von Haaren, durch »geheime Symboliken« und »Steganogrammen«, durch auf Holz gebrannte »Codebücher« in Bienenwachs getränkte Waben im Beruf des Imkers, als »Bibelcode« im Postulat von Sektierern, als auch durch das »Brieftaubenprinzip«, Nachrichten in ferne Gebiete zu entsenden. Die Kreativität wird durch die Kernkompetenz der Kombinatorik einen mannigfaltigen Vorrat an Möglichkeiten offenbaren.

Eine Kommunikation in die entlegensten Gebiete muss systematisch, genauso wie die Logistik eines Dorfes, Bundes, Clans oder einer Allianz zum Beispiel durch »Nummernsender« aufgebaut werden. »Wissen ist Macht« — nicht nur im Spiel. Die Enttarnung von im Geheimen operierenden »Infiltratoren« muss um jeden Preis gewahrt bleiben. Zu wichtig und denunzierend wären die politischen Folgen, einen nach außen bekannten Freund eines Konglomerates, einer Allianz etc. auszuspionieren und zu infiltrieren. Denn wir sollten eines nicht vergessen: Alles, aber auch wirklich alles in {{Antarien}} hat seinen Preis, seine Konsequenz, begründet in den Kernkompetenzen des Konsequentialismus und im Schmetterlingseffekt. Bist du bereit, diesen Preis auch zu zahlen?

Zahlensender & antike Fernmeldesysteme

Abschließend möchte ich auf die schon mehrfach erwähnten »Zahlensender« aufmerksam machen, welche wir uns in {{Antarien}} zum Zwecke des Kommunikationsflusses zunutze machen werden. Zu Zeiten des Kalten Krieges haben die Geheimdienste der Herren Länder so verschlüsselte Botschaften an ihre Agenten über Kurzwelle in Form von chiffrierten Nummernfolgen in die entlegensten Orte der Erde entsenden können. Zumeist einleitend mit einem Agentencode, folgten dann die eigentlichen Botschaften an den Agenten. Dies könnten Anweisungen, Warnungen, Dispositionen, Treffpunkte oder wichtige strategische Informationen sein. Da es viel zu auffällig gewesen wäre, hier spezielle Techniken durch den Agenten mitzuführen, strahlte man eben diese Signale über Kurzwelle aus. Empfangfähig durch ein einfaches Radio, konnten so ohne Verdacht zu schöpfen alle ausländischen Agenten instruiert werden. Diese Methodiken existieren noch heute durch die hiesigen Geheimdienste und Botschaften, insbesondere bei geopolitischen Krisen kann man als Amateurfunker ein starkes Aufkommen solcher Botschaften empfangen. Zahlensender bekommen zumeist von ihren Beobachtern dann Spitznamen, die von besonderen Eigenheiten der Sender abgeleitet werden. Hierzu gehört zum Beispiel der »Lincolnshire Poacher«, einer der bekanntesten Zahlensender — man vermutet den britischen Geheimdienst MI6 dahinter.

»Zahlensender sind Kurzwellen-Radiosender, die Zahlen- oder Buchstabenreihen, polyphone Töne und ferner Daten übertragen. Oftmals handelt es sich dabei um Fünfergruppen von Ziffern, die bei manchen Sendern wiederholt werden, ehe die nächste Fünfergruppe vorgetragen wird. Bis in die 1980er Jahre hinein wurden diese oft von einer Person im Studio vorgelesen, aber auch schon, wie heute üblich, von computergenerierten oder vom Band gespielten Stimmen.« [Pan06]

Um nun zu erkennen, dass diese Technologie selbst für ein antikes Zeitalter nicht im Widerspruch steht, möchte ich noch weiter in die Vergangenheit gehen und aufzeigen, dass es in keinster Weise unabwägig ist, nach neuesten Erkenntnissen der Forschung, bereits Fernmeldesysteme auf Basis von polyphoner Nachrichtenübermittlung existierten. Wir folgen hier der Kernkompetenz durch »Rückdatierung« von »Hochtechnologie im Schöpfungsprozess«.

Mystische Bauwerke wie »Stonehenge« oder gänzlich in Hochtechnologie konzipierte »Steinbauten« ohne Eingänge, welche über den gesamten Kontinent von Südafrika zum Beispiel verteilt gefunden wurden, versetzen die heutigen Entdecker in absolutes Erstaunen. Die sogenannte »Ubuntu«-Bewegung [Mic15] vgl. »Eine Welt ohne Geld« als »Kontributionssystem«, sei hier in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Auf ersten Schätzungen basierend, wurden über 20.000 solcher Kreise gefunden. Die spätere Verifizierung über »Google Earth« konstatierte dann jedoch über 10 Millionen solcher Steinbauten. Durch Konstruktion und Anordnungen sowie durch eine Konnektierung grabenähnlicher und verbundener Kanäle aller Steinbauten wurde nachgewiesen, dass akustische Signale durch Schwingungen dabei erzeugt werden. Heute wird vermutet, dass diese für die Begründung eines gigantischen, auf »Polyphonie« begründeten »Kommunikationsnetzwerkes« vgl. Telegrafie erbaut wurden und auf Basis »Klang als Quelle von Energie« als synergetische Energiezentren vgl. Kraftwerke zu deuten seien. Diese Anzeichen einer verschwundenen und hochentwickelten Zivilisation, welche auf ersten Schätzungen auf weit über 300.000 Jahre zurückdatiert werden können, offenbaren sich ebenso in den alten sumerischen Texten. Steinbauten, die alleine aufgrund ihrer gewaltigen Größe, verteilt über einen gesamten Kontinent, uns heute in absolutes Staunen versetzen. {{Antares Open World}} inspiriert sich aus diesem antiken Gedankengut und etabliert solche antiken Netzwerke in ganz {{Antarien}}.


Siehe auch


Module: Ase Docs 00.16.32 [feat] Author: Jan Ohlmann (antarien.com@gmail.com) Co-Author: Claude Code (Anthropic) Created: 2026-02-20 Updated: 2026-02-20 Status: Kuratierte Version — Linguistik & Geheimsprachen (PortalViewer DSL)