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Vertragswesen & Vereinbarungen — Forwards, Contracts und Handelsregulierung

Dieses Kapitel beschreibt das Vertragswesen in {{Antares Open World}}: Ein auf Forwards basierendes Vertragssystem mit standardisierten Contracts, Anti-Scamming Fallback Mechanismen, Eigentuerurkunden, Cash Settlement und staatlicher Handelsregulierung. Das Vertragssystem bildet die rechtliche Grundlage des Handelssystems >>Trading (Handelsplattform) ab S.385 & ff.<< und der Finanzinstrumente >>Finanzinstrumente & Derivate ab S.383 & ff.<<.


67.6 — Forwards und Contracts

So hoffe ich die Brücke zum Vertragswesen situiert zu haben, denn die Einreichung in das »Handelssystem« genau genommen in das »Order Routing System« (ORS) Bestandteil der >>Trading (Handelsplattform) ab S.385 & ff.<< eines »Tradehubs« >>Münzen, Gold & Lokale Tradehubs ab S.131 & ff.<< erfolgt über das oben beschriebene »Postwesen« >>Brief, Post & Vertragswesen ab S.277 & ff.<<. Das antarianische Vertragswesen obliegt dabei der staatlichen Regulierung >>Habeas Corpus & Jurisdiktion ab S.307 & ff.<<. So müssen vertragliche Komponenten, welche in den nominellen Katalog der Handelsgilden Einzug gewähren wollen, einem Prüfungsprozess unterzogen werden. Ziel soll der freie außerbörsliche Handel mit normierten standardisierten Verträgen sogenannten »Contracts« werden. In die moderne übertragen könnte man diese Verträge mit »Forwards«, also dem außerbörslich gehandeltem Gegenstück zum »Futures« >>Warenmarkt & Regulierung ab S.393 & ff.<< als standardisiertes und börsengehandeltes Terminkonstrukt beschreiben.

Forwards obliegen in ihrer Definition als »unbedingte«, aber nicht börsengehandelte »Termingeschäfte«. Diese Forwards gehören der Gruppe der »Derivate« >>Finanzinstrumente & Derivate ab S.383 & ff.<< an, und bedienen ein Geschäft in ihrer »Erfüllung in die Zukunft«, also auf »Termin«. So liegt es in ihrer Natur der Forwards, am Tag des vereinbarten »Fälligkeitstermins«, das Geschäft immer und unbedingt durch seine Lieferung erfüllt werden muss. Dabei bieten Forwards zu ihren standardisierten Pendanten den »Futures«, dem Spieler auf Kosten der »Liquidität«, eine deutlich höhere »Flexibilität«, hier auf spezielle Eventualitäten vertragstechnisch einzugehen.

Die Unterscheidung »Forward« vs. »Future« ist entscheidend: Forwards sind außerbörslich (OTC) und flexibel konfigurierbar — der Spieler definiert die Bedingungen individuell. Futures >>Warenmarkt & Regulierung ab S.393 & ff.<< wären standardisierte, börsengehandelte Pendants mit festen Konditionen aber höherer Liquidität. Die Marktdynamik >>Marktdynamik & Angebot/Nachfrage ab S.129 & ff.<< bestimmt, welches Instrument in welcher Situation vorteilhafter ist.


Anti-Scamming und Spielerentscheidung

Aber zurück zur Basis, dem Problem in allen mir bekannten MMO's, dem »Scamming«. Angedeutet hatte ich bereits die Etablierung moderner Methoden in einem »Anti Scamming Fallback System«, jetzt schauen wir uns eine dieser Sicherheitsbarrieren an. Jedes MMO muss Ressourcen und Waren zwischen Spielern austauschen, um zum Beispiel sich seine Assets von anderen Spielern verbessern zu lassen. Zumeist gibt man dann alle notwendigen Ressourcen an den von der Community empfohlenen Charakter, und lässt sich etwas craften >>Qualitätsmanagement & Crafting ab S.231 & ff.<<. Je wertvoller die temporär ausgegebenen Waren, umso mehr steigt der Adrenalinspiegel, so dann man seine Ware auch zurück nach Bezahlung bekommt. Wie oft kommt es vor, dass die Spieler den gierigen Profit über den Leumund ihres Gleichen stellen. Die Publisher antworten in Supporttickets, sodann mit Standard wie, »Das ist Game Mechanik«. Wir möchten dieses opportunistische Verhalten nicht verurteilen, im Gegenteil das Konzept wird legale Möglichkeiten der Spieler offenbaren, hier kriminelle Laufbahnen >>Verbrechenssystem & Delikte ab S.309 & ff.<< einschlagen zu können. Jedoch wollen wir einen anderen Weg gehen, welcher durchaus am Ende aus dem gleichem Ziel resultiert.

Worauf will ich hinaus? Ich als Spieler möchte entscheiden können, ob und wann ich mich einem gehobenen Risiko im Verhältnis zum Nutzen aufsetzen will und wann ich aufgrund meiner Recherchen, jemanden etwas anvertrauen möchte. So muss es mir als Spieler obliegen, ob ich dem Ziel etwas gecraftet zu bekommen einen Vertrag nutze, oder es aus der Situation heraus, bedingungslos tue. Im Falle eines Vertrages »Contracts« dem Handelsinstrument des »Forwards«, möchte ich jedoch aus einem Katalog die Rahmenbedingungen standardisiert nach der »Art des gehandelten Gutes«, als auch nach der »Art der Erfüllung« wählen dürfe. Als Beispiel die »Zahlung und Lieferung als Erfüllung« dem »Basiswert« (Underlayer), als dem des Schwertes in einer bestimmten »Qualität« >>Qualitätsmanagement & Crafting ab S.231 & ff.<< zu einem bestimmten »Termin der Lieferung« zum »Terminpreis« beliefert. Ebenso bei »Rücktritt eines der Teilnehmer vom Handel«, so die »Erfüllung durch Barausgleich« vgl. »Cash Settlement« hier bei Fälligkeit eine Zahlung >>Münzen, Gold & Lokale Tradehubs ab S.131 & ff.<<, welche die der »Differenz zwischen vereinbartem Terminpreis« und dem bei »Fälligkeit aktuellen Kassapreis des Basisgutes« entspricht, auszugleichen.

Der Spieler hat immer die Wahl: Entweder vertraut er bedingungslos — mit vollem Risiko — oder er nutzt das Vertragssystem mit standardisierten Forwards. Das Konzept bestraft Scamming nicht durch Spielregeln, sondern gibt dem Spieler Werkzeuge zur Absicherung an die Hand. Die Konsequenzen >>Konsequentialismus ab S.95 & ff.<< eines Vertragsbruchs werden durch das antarianische Rechtssystem >>Habeas Corpus & Jurisdiktion ab S.307 & ff.<< geahndet — sofern der Spielsektor ueber ein anerkanntes Rechtssystem verfuegt.


Eigentümerurkunden und Besitzrechte

Dabei situiert sich der Aspekt der Rückwicklung in Form eines standardisiert geschlossenen Vertrages, in der alle Rahmenbedingungen und Eventualitäten verankert werden. So kann nach Ablauf der Terminfrist automatisch ein Rollback des Handels vertraglich gesichert gefahren werden. Zudem jedem Asset ähnlich einem Fahrzeugbrief eines Autos, den kompetenten Eigentümer vgl. Fallback Scamming Methode, als Inhaber des Assets akkreditiert. So kann ähnlich dem Fahrzeugschein nicht Brief, jemandem das vertragliche Recht zur Nutzung (Pfand, Pacht, Miete oder Finanzkauf) eingeräumt werden, hier temporärer Nutznießer dieser Obliegenheit zu werden. Die Bedingungen hierzu würden wiederum in einem solchen »Forward« definiert werden, und zur Nutzung an einen Spieler oder einer Gruppe von Spielern publiziert werden können. Bei Missachtung entscheidet die Eigentümerurkunde, die Steuerung der Besitzrechte >>Besitz & Eigentum ab S.223 & ff.<<. Diese Urkunden bilden demnach das wertvollste Kapital eines Spielers >>Asset Management & Achievement ab S.263 & ff.<<, welche aufgrund der vielfältigsten Mechanismen im Metagaming, nicht unbedingt freizügig propagiert werden sollten. Vergleichbar mit den »Blueprints« >>Bauplätze, Blueprints & Bauprozesse ab S.275 & ff.<< also den »Konstruktionsplänen der Assets«, bilden sie die Basis eines jedem Anspruches.

Eigentümerurkunden funktionieren analog zum Fahrzeugbrief: Sie akkreditieren den rechtmäßigen Besitzer und ermöglichen vertragliche Nutzungsrechte (Pfand, Pacht, Miete, Finanzkauf). Zusammen mit den »Blueprints« >>Bauplätze, Blueprints & Bauprozesse ab S.275 & ff.<< (Konstruktionspläne) bilden sie das wertvollste Kapital eines Spielers. Im Streitfall entscheidet die antarianische Gerichtsbarkeit >>Habeas Corpus & Jurisdiktion ab S.307 & ff.<< ueber Eigentumsansprueche.


Siehe auch


Module: Ase Docs 00.16.32 [feat] Author: Jan Ohlmann (antarien.com@gmail.com) Co-Author: Claude Code (Anthropic) Created: 2026-02-22 Updated: 2026-02-22 Status: Kuratierte Version — Vertragswesen & Vereinbarungen (PortalViewer DSL)