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Marktdynamik & Angebot/Nachfrage

Dieses Kapitel beschreibt »Marktdynamik und Angebot/Nachfrage« in {{Antares Open World}}: das »Geldumlaufsicherungssystem« (GUSS) als Alternative zum Zinssystem — mit Umlaufsicherungsgebühr, kooperativer Ökonomie, ressourcenbasierter Selbstregulierung und der Konfrontation zwischen Wachstumszwang und Kooperationsdenken.


39.2 — Das Geldumlaufsicherungssystem »GUSS«

Unter der oben genannten Prämisse möchte das Konzept auf Basis von »Selbstverantwortung«, virtuell simulierend und »selbstregulierend«, die erwirtschafteten »lokalen Ressourcen« aus der »sozialkompetenten Ökonomie« vgl. Aktivitäten & Kontingente in ein »sozial kooperatives Wirtschaftssystem« (SKW) überführen und etablieren. Das Konzept möchte beweisen, dass »Sozialkompetenz« und »Ökonomie« nicht im Widerspruch zueinander stehen müssen, wenn grundlegende Verhaltensweisen und wichtige »Wertschätzungen« im Gedankengut des Systemteilnehmers zugelassen werden.

Ich gehe fest davon aus, dass viele Menschen auf unserer Mutter Erde ähnliche oder sogar gleiche Gedanken hegen und sich von diesen Zwängen dieses falschen, in die Welt gebrachten Postulates lösen möchten. Meine Ideen gehen, so bin ich überzeugt, mit vielen anderen Vorreitern der Zeitgeschichte konform. Auch mag es viele Wege geben, statt der Symptome die Ursachen für unser aller Wohl wieder auf geebnete Bahnen zu lenken. Ich gehe in späteren Abschnitten auch noch auf spezielle Konzeptteile für ein »Sozialsystem ohne Geld« näher ein.

Die essentielle Frage

Wir wissen jetzt also, dass der »Zins« im oben genannten ersten System essentieller Bedeutung zukommt, Wirtschaftssysteme regulieren zu wollen. Noch einmal, der Zins hält unser Geld im Umlauf. Dies ist die Kernaussage, welche in beiden Systemen Bestand hält. Also müssen wir die wichtigste und essentielle Frage beantworten: »Wie kann ich das Geld ohne Zinsen im Umlauf halten?« In späteren Kapiteln werde ich zu dieser Wahrheit auch noch eine weitere Wahrheit, als These und unbedingt umsetzungsnotwendig im Konzept, mit auf den Weg geben.

Die Fluss-Analogie und Umlaufsicherung

Halten wir fest, »Geld« ist ein »Tauschmittel für die Allgemeinheit«. Suchen wir uns also ein äquivalentes Beispiel für einen Erklärungsversuch für das »GUSS«-System. Hierzu brauchen wir ein Beispiel, welches ebenso im öffentlichen Interesse der Allgemeinheit dient und durch Regulierung im Fluss gehalten wird. Da ich selbst Geoinformationswissenschaften »Geodäsie« studiert habe, hatte ich in der Vergangenheit viel mit hochdynamischen, im Fluss regulierten Systemen zu tun. Als solches System wäre der »Verkehr« mit seinen Menschen, Autos, Bahnen, Flugzeugen, Schiffen und sogar die Raumfahrt zu nennen. Alle diese Fortbewegungsmittel sollten durch Mechanismen im Fluss gehalten werden. Nur wenn etwas im Fluss interagieren kann, also wenn etwas aus der Bewegung heraus agieren kann, entsteht Dynamik. Jede Dynamik kommt zum Erliegen, wenn diese von etwas blockiert wird. Sei es eine rote Ampel, ein Fahrzeug auf einer Landebahn oder ein Auto auf den Bahngleisen. Viele dieser Beispiele sind vom Menschen bewusst gesteuert. Eine exekutive Kraft, zum Beispiel die Polizei — vgl. in {{Antarien}} die »Protektoren« — reguliert den Fluss. So wird ein falsch geparktes Auto abgeschleppt und es fällt eine Gebühr für dieses Delikt an.

Fassen wir zusammen: In der realbegründeten Welt gibt es für denkbar jede Eventualität einen »Vergehenskatalog«. Dieser reguliert über die Judikative das Maß des Vergehens anhand der Gesetzgebung. Kurz gesagt, jedes Vergehen, welches als solches erkannt wurde und den Fluss des Systems behindert, wird durch eine Gebühr, eine Strafe, geahndet.

Das Paradoxon des Sparens

Aber wie ist es mit unserem Geld?

Dem, der Geld blockiert, also sparen möchte und hieraus Zinsen erwirtschaften möchte, wird vom System belohnt. Dies widerspricht, als einziges System, allen anderen etablierten Systemen. »Ich blockiere ein Tauschmittel für andere und werde dafür belohnt?!« Denkt man einmal etwas länger über dieses Paradigma nach, können einige Thesen aufgestellt werden. Auch diesen Thesen werden wir durch Simulation in {{Antarien}} nachgehen.

Sollten wir nicht lieber den Fluss des Geldes belohnen, oder eine Blockierung des Geldes bestrafen?

Die Umlaufsicherungsgebühr

Wir wollen beide Seiten im Konzept betrachten. Fangen wir mit der These an, dass wir jede Blockierung des Geldes mit einer Gebühr bestrafen. Ja, du hast richtig gelesen, das Horten von Geld obliegt einer Gebühr. Dein Dorf in {{Antarien}}, welches du deine Heimat nennen wirst, wird durch seinen Dorfältesten mit seinem Beirat eine Geldumlaufsicherungsgebühr (Steuer) erheben dürfen, welche sich anhand der Höhe deines gesparten Geldes richten wird. Genauso wird das Sozialsystem, in dem du Teilnehmer bist, dich für »kompetentes Besitzen« von Vermögenswerten belohnen.

Was passiert nun in Konsequenz aus dieser Regulierungsmaßnahme?

Konsequenz 1: Jeder Bürger deiner Siedlung würde nun versuchen, sein »Tauschmittel« »Geld« so schnell wie möglich wieder loszuwerden und weiterzugeben, bzw. dieses nur so lange versuchen im Besitz zu halten, bis du dir durch das gesparte Geld ein Wirtschaftsgut, auf welches du gespart hattest, gekauft hast.

Konsequenz 2: Jedwedes Geld in deinem Besitz verliert an Wert, je länger du dieses hältst.

Konsequenz 3: Jeder in deiner Siedlung würde, ohne Belohnung, nun sein Geld bei der Bank anlegen wollen.

Da der Bank der gleiche Regulierungsmechanismus auferlegt wurde, muss auch sie dein Geld schnell weiter an andere verleihen, sonst müsste die Bank natürlich auch diese »Umlaufsicherungsgebühr« (USG) bezahlen. Ein Freibetrag kann hier zusätzlich private Personen entlasten. Die Bank kann nun Darlehen an dritte Bürger deiner Siedlung günstig anbieten und entleihen, da sie selber keine Zinsen an den Erbringer des Geldes zahlen muss. Zinsen erheben muss sie anfänglich, da jeder Geld als Tauschmittel benötigt, so auch die Bank, um ihren Verpflichtungen nachzukommen.

Konsequenz 1: Durch die langsam fallenden Zinsen würden automatisch in allen Waren, Produkten und Dienstleistungen diese vormals aufsummierten Zinsen langfristig gegen Null tangieren und auf lange Sicht sich oszillierend um diesen Nullpunkt einpendeln. In Zeiten der Investition wäre dieser »Spread« etwas größer, in Zeiten der Bedarfsdeckung jedoch nahe Null.

Die Güter werden somit billiger. Es müsste nur noch die zum Beispiel 5% Umlaufsicherungsgebühr auf die liquiden Geldmittel in die Produktionskette einfließen.

Die Folgen des kooperativen Denkens

Die Folgen des kooperativen Denkens wären »verheerend«...

Konsequenz 1: Keine Umverteilung mehr von »Fleißig« auf »Reich«.

Konsequenz 2: Mehr noch, bei einer gesättigten Wirtschaft würde sich der langfristige Zins bei Null einpendeln.

Konsequenz 3: Die Gefahr einer Deflation würde nachhaltig gestoppt, da es zu keinen Stockungen im Geldkreislauf kommen kann.

Konsequenz 5: Ein Wirtschaftszwang würde entfallen, die damit erzeugte Staatsverschuldung würde sich abbauen.

Konsequenz 6: Ein Konkurrenzdenken wäre hinderlich, da nur durch eine gegenseitige Kooperation Geld gespart werden könnte.

Konsequenz 7: Ein Wachstum würde sich am tatsächlichen Bedarf orientieren, anstatt in Überschuss ständig zu produzieren.

Es würde sich eine gerechte, neue Wirtschaftsordnung und Ökonomie auf Ressourcenbasis in sozialer Kompetenz etablieren können, welche selbstregulierend und in Eigenverantwortung, sowie nachhaltig in Bilanz für das Ökosystem, für sich selbst sprechen könnte. Einer neuen, hochzivilisierten, in {{Antarien}} zu etablierenden Ordnung.

Systemkonfrontation

Dieses System II wird in {{Antares Open World}} den »Counterpart« zum »Wachstumszwangsystem« spielen. Wie bereits weiter oben angedeutet, können die Spieler frei ihr System, dem sie Vertrauen schenken, in ihrer Heimat etablieren. Alle anderen Module, wie das »Handelssystem« oder das »Münzprägesystem«, werden verzahnt in einem der zwei Systeme ihre synergetischen Effekte etablieren können. Schattenmächte werden durch einflussreiche Positionen versuchen, jede Form von Etablierung im Keim zu ersticken. Bist du schlauer? Dann schlage sie mit ihren eigenen Waffen. Der Kampf um die neue Weltordnung hat begonnen.


Siehe auch


Module: Ase Docs 00.16.32 [feat] Author: Jan Ohlmann (antarien.com@gmail.com) Co-Author: Claude Code (Anthropic) Created: 2026-02-20 Updated: 2026-02-22 Status: Kuratierte Version — Marktdynamik & Angebot/Nachfrage (PortalViewer DSL)